Folglich war es das Ziel der Forscher, den Wirkmechanismus von Pt

Folglich war es das Ziel der Forscher, den Wirkmechanismus von Pt-haltigen Medikamenten aufzudecken, indem sie deren Speziation nach Aktivierung durch Hydrolyse oder nach Inhibierung durch Serumproteine untersuchten. Die eingesetzten Methoden der Speziationsanalyse basierten auf Chromatographie oder Kapillarelektrophorese und wurden jeweils in Kombination mit Massenspektrometrie

(MS) mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP) oder mit Elektrospray-Ionisierungs-(ESI-)Massenspektrometrie angewendet. Die Arbeiten begannen mit der Untersuchung der Hydrolysekinetik der Pt-haltigen Medikamente in wässriger check details Lösung (Abschnitt „Speziation von Hydrolysaten: Untersuchungen in wässriger Lösung”), gefolgt von Experimenten zur Hydrolysekinetik in Modelllösungen, die Proteine und/oder

schwefelhaltige Liganden enthielten MK0683 mw (Abschnitt „Untersuchungen in Modelllösungen, die Proteine und/oder andere schwefelhaltige Liganden enthalten”). Von den letzteren Experimenten erwartete man sich weitere Informationen zu den komplexen Wechselwirkungen zwischen der Hydrolyse/Aktivierung und der Inaktivierung/Elimination der Pt-Medikamente aus dem reaktiven Pool. Unterstützende Untersuchungen wurden anschließend im Serum (Abschnitt „Untersuchungen in Serum oder Plasma”) und Urin (Abschnitt „Untersuchungen im Urin behandelter Krebspatienten”) von Patienten durchgeführt. In Urinproben kann auch die zeitabhängige Pt-Speziation nach kompletter Metabolisierung und Exkretion untersucht werden. Darüber hinaus kann die Pt-Speziation

zur Abschätzung von möglichen Risiken durch Krankenhausabwasser beitragen. Schließlich wurde dieselbe Analysestrategie auch bei der Entwicklung neuer Pt-Medikamente angewendet. Hann et al. [21] setzten die HPLC-ICP-MS zur Speziation von Cisplatin und seinen Abbauprodukten in Wasser bei verschiedenen Chloridkonzentrationen ein. Diese Studie basierte auf dem Befund, dass die Kinetik des Cisplatinabbaus zu hydrolysierten, aktiven Formen langsam erfolgt und anscheinend von der Cl–Konzentration abhängig ist. In Anwesenheit von flüssigem Medium, das nur geringe Konzentrationen an Chlorid enthielt, bildeten sich sowohl der Monohydratkomplex cis-[PtCl(NH3)2(H2O)]+ 2-hydroxyphytanoyl-CoA lyase als auch der Dihydratkomplex cis-[Pt(NH3)2(H2O)2]2+. Der Monohydratkomplex hat sich als die zytotoxischere Spezies von den beiden Cisplatin-Hydraten herausgestellt. Beide hydratisierten Spezies binden über Intra- und Interstrang-Crosslinks an den Guanosin-Rest der DNA [22]. Bei ihrer grundlegenden Arbeit wendeten Hann und Mitarbeiter zur exakten Quantifizierung die spezies-unspezifische Post-column-Isotopenverdünnungsanalyse in Verbindung mit ICP-MS zur Bestimmung der Isotopen 194Pt und 196Pt an [21].

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